Unsere besondere WG
 

Das sind wir

Cindy Nicole und Mama GabiUnsere kleine Familie


Wer sind wir? Wer träumt diesen Traum? Wer schafft die Räume?

Gabi

Mein Name ist Gabriele und ich bin 59 Jahre. Vor 13 Jahren zog ich nach Delmenhorst, weil ich in meiner alten Heimat keine Arbeit gefunden habe. Anfangs fiel es mir sehr schwer im "kühlen" Norden zurecht zu kommen. Es gab hier so viel hilfsbereite und freundliche Menschen, dass ich geblieben bin.
Inklusion ist für viele noch ein Fremdwort und auch beim Thema selbstbestimmtes Wohnen gibt es noch sehr viele Probleme. 
Sind dabei Cindy oder Nicole die Probleme?
Nein das Problem sind nicht die Beiden!
Die Probleme liegen oft in der Akzeptanz für Menschen mit Behinderung, der Finanzierung und der Politik.

Für Cindy und Nicole stand nach kurzer Zeit in einer stationären Einrichtung in unserer Heimat, der Uckermark, der Wunsch fest. Sie wollen nicht getrennt werden, sondern zusammen und selbstbestimmt mit Assistenz wohnen.

Als Mutter arbeite ich daran, dass dieser Wunsch verwirklicht wird.
Ich bin mir sicher, dass die Träume meiner beiden Töchter auch Träume anderer Menschen mit Beeinträchtigung sind.

Wer sind meine Töchter?

Cindy sitzt auf ihrem Rollator

Da ist Cindy. Meine Älteste, 40 Jahre. Bei ihr wurde frühkindlicher Autismus festgestellt.
Sie braucht zum Fortbewegen einen Rollator.
Die visuelle Wahrnehmungsstörung ist eine tägliche Herausforderung und ein großes Problem für sie. Das Gesehene wird nur teilweise vom Gehirn verarbeitet und vieles ist für Cindy unsichtbar.

Was dies bei der Überquerung einer befahrenen Straße bedeutet, möchte man sich lieber nicht vorstellen. Trotzdem ist Cindy relativ mobil und kann kleine Dinge selbst erledigen.
Warum Cindy in einer kleinen WG wohnen möchte, hat sie in einem Brief geschrieben.


Nicole mit einem Bild

Da ist Nicole. Meine Jüngste, 28 Jahre. Sie wog bei der Geburt gerade einmal 1180 Gramm.
Wie eine kleine Zuckertüte.
Nicole kann weder gehen, stehen, sich drehen, noch selbstständig sitzen. Sie ist blind.
Nicole benötigt viel Hilfe in ihrem Alltag.

Trotz oder gerade wegen dieser Einschränkung ist sie ein Sonnenschein.
Nicole macht Scherze und versteht es Menschen die sie umgeben „um den Finger“ zu wickeln.